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Deutsche Krankenschwester des IKRK in Somalia entführt (vom 04.05.2018)
Immer wieder werden im ostafrikanischen Krisenstaat Somalia Ausländer verschleppt. Nun haben Bewaffnete in der Hauptstadt Mogadischu eine deutsche Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) gekidnappt. Das teilte das IKRK in der Nacht zum Donnerstag mit. „Wir machen uns größte Sorgen um die Sicherheit unserer Kollegin“, erklärte Daniel O'Malley, stellvertretender Leiter der IKRK-Mission in Somalia. Als Krankenschwester habe sich die Frau darum bemüht, Leben zu retten und das Leben der Menschen in dem ostafrikanischen Staat zu verbessern.
Zu der Entführung kam es den Angaben zufolge am Mittwochabend, als bewaffnete Täter den IKRK-Komplex in Mogadischu stürmten. Die Entführer seien durch einen Hinterausgang mit ihrer Geisel entkommen, um den am Hauptzugang postierten Wachposten zu entgehen, teilte die Hilfsorganisation mit. Anwohner berichteten, die Polizei und weitere Sicherheitskräfte hätten das Gelände abgeriegelt. Derzeit liefen auf verschiedener Ebene Bemühungen, um die Freilassung der Frau zu erwirken, hieß es. Nähere Angaben zu der Entführten oder den Tätern machte ihr Arbeitgeber zunächst nicht.
Entführungen von Ausländern sind in Somalia keine Seltenheit. Angesichts der miserablen Sicherheitslage und fehlender staatlicher Strukturen wird das krisengebeutelte Land am Horn von Afrika häufig als Paradebeispiel eines gescheiterten Staates herangezogen. Neben Armut und Hungersnöten setzen den Menschen dort auch die Terroristen der islamistischen Miliz Al-Shabaab zu. Die mit Al-Kaida verbundene sunnitische Terrorgruppe kämpft in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaates.

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