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Herbstferien: Die DRK-Bergwacht gibt Tipps fürs Wandern mit Familie (vom 28.09.2018)
Die Herbstferien stehen vor der Tür. Viele Brandeburger Familien nutzen sie traditionell für ausgiebige Wandertouren "mit Kind und Kegel". Unbestrittene Favoriten sind tolle Bergtouren in den nahen Mittelgebirgen wie Harz, Erzgebirge oder Thüringer Wald. Aber auch in den etwas entfernter gelegenen Regionen des Schwarzwalds und der Alpen warten wunderschöne Wandererlebnisse. Der Bundesleiter der Bergwacht des Roten Kreuzes, Klemens Reindl, gibt uns Flachlandtirolern ein paar praktische Tipps, wie bei der gemeinsamen Naturerfahrung alle gesund und munter bleiben:
1. „In den Bergen kann sich das Wetter schnell ändern. Kleiden Sie sich deshalb in mehreren Schichten, die bei Bedarf abgelegt werden können. Eine Regenjacke gehört in jedem Fall ins Gepäck. Festes, bereits eingelaufenes Schuhwerk sorgt für einen sicheren Tritt.
2. In den Rucksack gehören unbedingt ein Handy mit geladenem Akku und ein kleines Erste-Hilfe-Set mit Verbandspäckchen mit elastischer Binde, Pinzette, Wunddesinfektionsmittel und persönlichen Medikamenten. Stirnlampe, Taschenmesser sowie eine Rettungsdecke sollten nicht fehlen.
3. Ein voller Bauch steigt nicht gern. – Starten Sie mit leichtem Frühstück in den Tag, wie Müsli, Obst und Joghurt. Auch Vollkornbrote mit Honig oder Aufschnitt sind geeignet. Meiden Sie unterwegs fettreiches Essen. Zwischendurch eignen sich Müsliriegel, Nüsse, Obst oder Brot.
4. Bei einer Tageswanderung müssen Erwachsene mindestens zwei Liter Flüssigkeit aufnehmen, Kinder trinken sogar eineinhalb- bis zweimal so viel. Am besten geeignet sind Wasser, Apfelschorle, Kräuter- oder Früchtetee. Einen Liter Wasser pro Person sollte man als Notration immer dabeihaben.
5. Lassen Sie sich nach der Ankunft erst einmal Zeit, sich an das veränderte Klima zu gewöhnen. Am nächsten Tag bietet sich eine leichte Talwanderung an. Wie weit und wie hoch man mit Kindern gehen kann, hängt von Motivation und Kondition ab. Kinder brauchen Abwechslung und keine ehrgeizigen Etappenziele. Die größte Unfallgefahr entsteht durch Selbstüberschätzung. Das Tempo bestimmt der langsamste Teilnehmer. Planen Sie ausreichend Pausen ein und wählen Sie die Tour so, dass die Kinder sich auch abseits des Weges bewegen können. So sind alle entspannter.
6. Je höher der Berg, desto dünner die Luft und aggressiver die Sonnenstrahlen. Empfindliche Kinderhaut verbrennt besonders schnell.
7. Denken Sie bei Ausflügen in die Natur immer auch an einen Müllsack für Plastikflaschen, Verpackungsmaterial, Essensreste oder benutzte Windeln und Taschentücher, den sie im nächsten Ort, umweltschonend entsorgen können.
8. Wählen Sie bei einem akuten Notfall die Notrufnummer 112. Die Rettungsleitstelle alarmiert bei Bedarf die Bergwacht.

Foto: Freiwillige Helfer der Bergwacht aus Oberhof im Wintereinsatz


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